Umweltleitlinien von St. Virgil Salzburg

„Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.“ (Gen 1,31) 
„Welche Art von Welt wollen wir denen überlassen, die nach uns kommen, den Kindern, die gerade aufwachsen?“ (LS 160)*. Diese Frage steht im Zentrum der Enzyklika LAUDATO SI´ von Papst Franziskus aus dem Jahr 2015. In diesem Schreiben formuliert der Papst seine Sorge für das gemeinsame Haus: 
Ich lade dringlich zu einem neuen Dialog ein über die Art und Weise, wie wir die Zukunft unseres Planeten gestalten. Wir brauchen ein Gespräch, das uns alle zusammenführt, denn die Heraus­forderung der Umweltsituation, die wir erleben, und ihre menschlichen Wurzeln interessieren und betreffen uns alle. (LS 14). 
Wenn wir berücksichtigen, dass der Mensch auch ein Geschöpf dieser Welt ist, das ein Recht auf Leben und Glück hat und das außerdem eine ganz besondere Würde besitzt, können wir es nicht unterlassen, die Auswirkungen der Umweltzerstörung, des aktuellen Entwicklungsmodells und der Wegwerfkultur auf das menschliche Leben zu betrachten. (LS 43) 
Die Hoffnung lädt uns ein zu erkennen, dass es immer einen Ausweg gibt, dass wir immer den Kurs neu bestimmen können, dass wir immer etwas tun können, um die Probleme zu lösen. (LS 61) 

St. Virgil Salzburg ging am 13.01.2015 im Rahmen des Projekts „Salzburg 2050 klimaneutral.energieautonom.nachhaltig“ eine Partnerschaft mit dem Land Salzburg ein. Beide Partner verpflichteten sich, einen festgelegten Fahrplan zur Erreichung umweltpolitischer Ziele einzuhalten. Daher werden die Ziele dieser Partnerschaft in die Umweltarbeit aufgenommen (Ausbau der Photovoltaik und Verbesserung des Mobilitätsverhaltens). 

1. Wir Mitarbeiter/innen von St. Virgil wollen, dass kommende Generationen eine Umwelt vorfinden, die ihnen die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft ermöglicht. Diese Achtsamkeit und die Verantwortung für die Schöpfung drücken die in unserem Leitbild formulierte Haltung und die definierten Ziele aus: 
Unserem gesamten Tun liegt ein biblisch-christliches Gottes-, Menschen- und Weltbild zugrunde. Wir nehmen bewusst unsere Verantwortung für die Schöpfung wahr und sind bemüht, dass dieses Engagement als eine wesentliche Dimension im kirchlichen und gesellschaftlichen Leben verankert wird. Wir bemühen uns um partnerschaftliche Begegnungen und um eine Haltung der gelebten Gastfreundschaft, der Solidarität und der Toleranz. 
2. Wir führten ein zertifiziertes Umwelt-Managementsystem ein und entwickeln dieses weiter, um den im Leitbild festgelegten Aspekten gerecht zu werden und unser Handeln im Bereich Nachhaltigkeit zu strukturieren. 
Wir überprüfen und dokumentieren in regelmäßigen Abständen relevante Umweltfaktoren unserer Arbeit und unserer Einrichtung. Wir verpflichten uns damit – über die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften hinaus – den Umweltschutz ständig zu verbessern:
St. Virgil Salzburg verbessert mit einem umfassenden Qualitäts- und Umweltmanagement das Unternehmen kontinuierlich und entwickelt es weiter. 
3. Wir definieren Ziele, um kontinuierlich Belastungen für die Umwelt zu verringern bzw. zu vermeiden. Die definierten Ziele müssen wirtschaftlich und sozial vertretbar sein. 
4. Wir greifen das Thema Schöpfungsverantwortung und dessen soziale und politische Relevanz in unserer pädagogischen Arbeit auf. Es fließt konkret in die Gestaltung des Lernumfeldes und der verwendeten Methoden ein. 
5. Wir bevorzugen für unsere gastronomischen Produkte biologische, regionale und saisonale Lebensmittel sowie fair gehandelte Waren. 
Bei der Auswahl unserer Partner/-innen und Lieferant/-innen berücksichtigen wir ökologische Gesichtspunkte. 
6. Wir haben den bewussten, schonenden und sparsamen Umgang mit Waren, Materialien und Energie als Arbeitsweise vereinbart. Wir achten darauf in unseren Planungen und es findet in den Arbeitsprozessen seinen Niederschlag. 
7. Wir informieren alle Mitarbeiter/-innen sowie Dienstleister/-innen über Umweltstandards und Vorgaben und beziehen sie in den Verbesserungsprozess ein. Für die Mitarbeiter/-innen werden entsprechende Fortbildungen angeboten. 
Wir suchen mit unseren Kund/-innen das Gespräch zu Fragen der Schöpfungsverantwortung und Gemeinwohlökonomie. 
8. Wir informieren durch einen regelmäßigen Umweltbericht die Öffentlichkeit über unsere Aktivitäten und Ziele. Wir wollen damit einen Anstoß geben, sich den Themen Schöpfungsverantwortung und Zukunftsfähigkeit zu stellen. 

Gezeichnet in Salzburg, im Juli 2016 von 

Prof. Mag. Peter Braun, Direktor                  
Ing. Reinhard Weinmüller, Wirtschaftsdirektor                       
Mag. Jakob Reichenberger, Betriebsrat