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Selber schuld! Armut und die Leistungslüge

15. Österreichische Armutskonferenz

Mo. 27.04.2026: Vor!-Konferenzen

Di. 28.04.2026, 10.00 bis

Mi. 29.04.2026, 13.00 Uhr

Viele Tätigkeiten, die unsere Gesellschaft am Laufen halten, sind schlecht bezahlt und wenig wertgeschätzt. Doch Sorgearbeit, Kindererziehung, Pflege und allgemeine Reproduktionsarbeit sind grundlegend für unser Arbeits- und Wirtschaftsleben. Ohne sie funktioniert keine Gesellschaft. Gleichzeitig zeigt sich: Wer erbt, hat bessere Chancen. Status wird weniger durch Leistung erworben als vielmehr in der Geburtslotterie grundgelegt. Die Leistungslüge verdeckt diese Ungerechtigkeit, indem sie Armut und Ungleichheit zu einem persönlichen Versagen erklärt. Dahinter verbirgt sich die unausgesprochene Annahme, dass Menschen ihre Armut und ihren Reichtum schon „verdient“ haben.

Armut bekämpfen, nicht die Armen

Begriffe wie „Leistung“, „Chancen“ oder „Kompetenzen“ (Literacy) werden missbraucht, um soziale Ungleichheit in der Gesellschaft zu rechtfertigen. Die Verantwortung für gesellschaftliche Missstände wird auf Einzelne verlagert und die „Schuld“ alleine den Betroffenen zugeschrieben. Ausgeblendet werden hingegen politische, wirtschaftliche und soziale Rahmenbedingungen, die Armut hervorbringen und verfestigen.

Die Konferenz untersucht Mechanismen, die Armut individualisieren und Betroffene beschämen – und sucht gemeinsam nach Lösungen. Im Mittelpunkt steht die Forderung, Armut konsequent zu bekämpfen – und nicht die Armen.

Referierende u. a.:
Andreas Kranebitter
Soziologie und Politikwissenschaftler, Wien

Christian Neuhäuser
Philosoph, Dortmund

Cristina Thurnwalder
Philosophin und Psychotherapeutin, Salzburg
Nina Verheyen
Historikerin, Köln

Beitrag: € 290,-
Frühbucherpreis: € 230,-
Inklusive Verpflegung


Kooperation, Informationen und Anmeldung: www.armutskonferenz.at

Veranstaltungsnr. Beginn Ende Referent*innen Format Beitrag Max. Pers.
26-0208 28.04.2026
10:00
29.04.2026
13:00
290,00 € - Teilnahmegebühr
230,00 € - Teilnahmegebühr Frühbucherpreis
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