Wortwinter.
Seminar
Do. 26.11.2026, 09.00 bis
Sa. 28.11.2026, 12.00 Uhr
Wenn Sprache an ihre Grenzen stößt
Der bevorstehende oder eingetretene Tod eines nahestehenden Menschen verändert alles – auch die Sprache. Vertraute Worte verlieren ihre Selbstverständlichkeit, Gespräche werden von Unsicherheit, Sprachlosigkeit oder Rückzug geprägt. Gerade in diesen Momenten gewinnt Kommunikation eine besondere Bedeutung: als Möglichkeit, Verbindung zu halten, Trost zu spenden und gemeinsames Erleben zu ermöglichen.
Doch wie können Gespräche gelingen, wenn Worte fehlen? Was kann gesagt werden, wenn Perspektiven wie „später“ oder „ein anderes Mal“ ihre Gültigkeit verlieren? Und wie lässt sich auf Fragen reagieren, die aus der unmittelbaren Konfrontation mit dem Tod entstehen?
Das Seminar vermittelt einen sensiblen und praxisnahen Zugang zur Kommunikation mit schwer kranken, sterbenden und trauernden Menschen. Im Mittelpunkt stehen:
- ein achtsamer Umgang mit Sprache und Schweigen
- das Wahrnehmen und Verstehen nonverbaler Signale
- der Umgang mit eigenen Unsicherheiten und Hilflosigkeit
- Möglichkeiten, emotionale Räume zu öffnen und zu halten
Einfühlsame Kommunikation kann Ängste lindern, Vertrauen stärken und Halt geben – für Betroffene ebenso wie für ihr Umfeld. Das Seminar lädt dazu ein, Sicherheit im Umgang mit herausfordernden Gesprächssituationen zu gewinnen und eine Haltung zu entwickeln, die Nähe ermöglicht, ohne zu überfordern.
Die Teilnahme an der Buchpräsentation „50 Fragen an den Tod“ mit anschließendem Gespräch (Veranstaltungsnummer 26-1342) ist für Teilnehmer*innen des Seminars kostenlos.
Referentin:
Sylvia Brathuhn
Pädagogin, Philosophin, Fachreferentin für psychosoziale Onkologie, Trauerbegleitung sowie Fachautorin und geschäftsführende Mitherausgeberin von Leidfaden, Neuwied
| Veranstaltungsnr. | Beginn | Ende | Referent*innen | Format | Beitrag | Max. Pers. |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 26-1047 | 26.11.2026 09:00 |
28.11.2026 12:00 |
Sylvia Brathuhn | Seminar | 335,00 € - Teilnahmegebühr |
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