Als besonderen Meilenstein beschreibt er: „Ein Meilenstein war sicherlich einmal die Idee, dass wir dieses EMAS für uns finden, weil es hat davor eine gemeinsame kirchliche Organisationale Bestrebung gegeben, und da war dann auch schon viel vorhanden zu diesem Thema. Mit EMAS war plötzlich die Chance da, das alles zusammen zu führen in ein System, in ein Paket und das weiterzuleben.“
DI Rudolf Kanzian gratuliert St. Virgl herzlich für 20 Jahre EMAS und dankt für die Zusammenarbeit. Seit 20 Jahren arbeitet St. Virgil Salzburg konsequent für nachhaltige Entwicklung – insbesondere mit dem europäischen Umweltmanagementsystem EMAS („Eco-Management and Audit Scheme“).
Als Bildungs-, Seminar-, Hotel- und Gastronomiebetrieb mit einem besonders vielfältigen und heterogenen Angebot versteht St. Virgil Nachhaltigkeit nicht als Einzelmaßnahme, sondern als Teil der Unternehmenskultur. Gerade diese gesamtunternehmerische Perspektive macht EMAS für St. Virgil besonders wertvoll: Das System ermöglicht es, die unterschiedlichen Bereiche des Hauses gemeinsam zu betrachten, Wechselwirkungen sichtbar zu machen und Nachhaltigkeit strukturiert in allen Betriebsabläufen zu verankern.
EMAS bietet dabei einen verbindlichen Rahmen, um langfristig dranzubleiben, Entwicklungen regelmäßig zu überprüfen und den gemeinsamen Fokus auf nachhaltiges Handeln zu stärken. Die Wirkung zeigt sich nach innen wie nach außen – im Arbeitsalltag der Mitarbeitenden ebenso wie in der Begegnung mit Gästen und Teilnehmer*innen von Seminar-, Workshop- und Bildungsveranstaltungen, sowie Lieferant*innen.
Ein zentraler Baustein dieses Weges ist das interdisziplinäre Umweltteam. Mitarbeitende aus Küche, Housekeeping, Haustechnik, Verwaltung und Bildung entwickeln gemeinsam Maßnahmen für einen ressourcenschonenden Betrieb. Regelmäßiger Austausch, konkrete Zielsetzungen und die kontinuierliche externe Überprüfung durch EMAS sorgen dafür, dass Nachhaltigkeit dauerhaft Teil der Organisationsentwicklung bleibt. Die Umweltarbeit umfasst heute alle Bereiche des Hauses: Energieeffizienz, Materialeinsatz, Wasser, Abfall- bzw. Kreislaufwirtschaft, Biodiversität und Flächenverbrauch sowie Emissionen wie CO₂ - sprich alle Kerndimensionen von EMAS. Die sichtbarsten Projekte sind etwa die Umstellung der Heizungsanlage von Gas auf Pellets, die thermische Sanierung des Hauses – trotz Auflagen im Denkmalschutz – und natürlich die Photovoltaikanlage, die am Flachdach von St. Virgil angebracht ist.
Besonders wichtig ist St. Virgil die Verbindung von Nachhaltigkeit und Bildung. Als Erwachsenenbildungszentrum schafft das Haus Räume für Bewusstseinsbildung zu Klima, Ethik, gesellschaftlicher Verantwortung und nachhaltigem Wirtschaften. Gäste erleben dabei, dass nachhaltiges Handeln konkret umsetzbar ist – etwa durch vegetarische Spesen am Buffet und ressourcenschonende Veranstaltungsorganisation.
Das Resümee aus 20 Jahre EMAS:
Nachhaltigkeit entsteht nicht durch einzelne Projekte, sondern durch konsequentes gemeinsames Handeln im Alltag – getragen von Menschen, die Verantwortung übernehmen und gemeinsam Zukunft gestalten wollen: als Gast, als Mitarbeitende*r oder als Führungskraft. Denn nachhaltige Veränderung gelingt nur gemeinsam und es braucht uns alle.
Hier finden Sie das Interview mit DI Rudolf Kanzian im neuen Virgil Magazin.
Hier finden Sie einen Bericht zu St. Virgil im EMAS Newsletter vom Juni 2026.