Feierliche Verleihung des Kardinal König Kunstpreises am Virgiltag

Menschliches auf den Tisch gelegt

Die Preisträgerin thematisiert die Verletzlichkeit des menschlichen Körpers.  Das prämierte Werk mit dem Titel "Symposium on the dark ages" stellt kunsthistorische Bezüge zum Weltgerichtstriptychon des Hieronymus Bosch aus dem Jahr 1504 her. Sie spiegelt den dreiteiligen Altar exakt auf die Maße eines rosaroten Tisches, auf dem Abgüsse menschlicher Knochen in Assoziation zum Bild platziert sind. Die Installation erzeugt bei den Betrachtenden Unbehagen und Faszination gleichermaßen. Harmloses Zuckerlrosa trifft auf sezierte Knochenteile. Der Altar wird zum Operationstisch. Das Menschliche erscheint fragil und erschreckend schön. Die Ausgesetztheit der menschlichen Existenz ist ebenso spürbar wie auf den mittelalterlichen Bildern.

St. Virgil lädt Sie ein sich einzulassen auf Neues und die aktuellen Positionen junger Künstler/innen. Ausstellung aller eingereichten Kunstwerke noch bis 2. Februar 2018. 

Nachfolgend einige Impressionen: "Symposium on the dark ages", Erzbischof Franz Lackner mit Kerstin von Gabain, die Eltern der Künstlerin, die Festredner/innen, Rektor em. H. W. Vavrovsky und Initiator Johannes Neuhardt, Josef Zenzmaier vor seinem Hl. Virgil mit Reinhard Weinmüller.