"Emmaus" Wandbild von Josef Mikl

„Und: Wofür brennt dein Herz?“, das ist die Frage, die die Emmauskapelle des Bildungshauses St. Virgil allen stellt, die sie betreten.

Übergroß nimmt die, die gesamte zylindrische Wand bedeckende, Malerei von Josef Mikl einen im wahrsten Sinn des Wortes mit hinein in die Geschichte der beiden Jünger auf dem Weg nach Emmaus. Im 21. Kapitel des Lukasevangeliums wird sie erzählt: Zwei von den Freunden Jesu sind auf dem Weg nach Hause. Es ist der Heimweg aus einer großen Illusion, so scheint es. Denn was sie gerade erlebt hatten, war das schmähliche Ende am Kreuz, das ihrem Meister von seinen Gegnern bereitet wurde. Der Stein vor dem Grab ist auch zum Stein auf all ihren Hoffnungen und Träumen von einem neuen Leben, das sie in seiner Nähe zu träumen wagten. Da stößt ein Fremder zu ihnen und geht mit, lässt sich alles erzählen, selbst die merkwürdige Geschichte von den Frauen, die an diesem Morgen, es ist der Ostersonntag, das Grab leer gefunden hätten und sagten, er, der gekreuzigte, lebe. Aber damit können sie nichts anfangen.