Als Bildungshaus der Kirche ist der Bau auch Spiegel einer Zeit des Aufbruchs, die im zweiten Vatikanischen Konzil eine Öffnung der Kirche bewirkt hat. Die Entscheidung, das Grundstück nicht für den Neubau eines Priesterseminars, also für die Ausbildung des Klerus zu verwenden, sondern für die Erwachsenenbildung, war ein Indiz für diesen Paradigmenwechsel. Schließlich nimmt die Architektur Bezug auf internationale Strömungen und leitet damit (zusammen mit der Kirche von Parsch und dem Kolleg St.Josef) die aktive Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Architektur in Salzburg ein. Gleichzeitig knüpfte Holzbauer an der reichen lokalen Tradition landschaftsbezogenen Bauens an. Er verwendete architektonische Formen und Gestaltungsmittel als symbolisch - zeichenhaftes Medium mit Verweisungscharakter auf tiefer liegende Bedeutungen. Wer diese aufmerksam zu lesen versteht und wer länger darin verweilt, dem erschließen sich diese Zusammenhänge, weil sie einen hohen Grad an Anschaulichkeit besitzen. Holzbauer bezeichnete den Bau auch als Zeugnis gegen die um sich greifende Verarmung des architektonischen Vokabulars.

Seine Aufgabe bestand zunächst darin, „ein bauliches Milieu geistiger Tätigkeit und angeregten Beisammenseins“ (Achleitner) zu schaffen. Dafür setzte er ein reichhaltiges Instrumentarium ein: Kreis und Rechteck, Zylinder und Kubus in reiner und angeschnittener Form bilden die Grundelemente. Als Gegensatz zur Rechtwinkligkeit verwendete er Diagonale.  Sie schuf in der langgestreckten, schiffsartigen Ausrichtung (durch die statisch notwendige Bodenwanne „schwimmt“ der Baukörper gleichsam auf dem Grund) zusätzliche Spannung. Die Verbindung zwischen den aneinandergereihten Baukörpern hat er durch Zuschneiden und Abstufen gegliedert. Das Anschneiden von Formen und geschlossenen Volumen (Kapelle, das zuerst als Meditationsraum geplante Lernstudio) und die Verglasung der Schnittflächen sowie die prismatischen Oberlichten bewirkten eine gezielte Lichtführung. Das von oben einfallende Tageslicht verlieh der sonst relativ dunklen Halle und einigen Funktionsräumen (Veranstaltungssaal, Bibliothek) helle Inseln. Die weitläufigen Treppen ziehen sich in erschließenden Diagonalen durch die Etagen, die Wendeltreppen verschrauben diese. Die begehbare Dachterrasse wurde sowohl vom Inneren des Hauses als auch über die Freitreppen vom Park aus erschlossen. Die Ausblicke auf den nahen Gaisberg, in den weitläufigen Park und zum fernen Gebirge machten die Landschaft als in Szene gesetzte Erweiterung des Baus erlebbar.

Johannes Neuhardt sah hier die Aufgabe, ganzheitliche Bildung an Jugendliche und Erwachsene zu vermitteln, mit dem christlichen Auftrag einer menschlichen Gestaltung dieser Welt verknüpft. In diesem Sinn sollte ein Bauwerk mit einer derartigen Bestimmung auch symbolischen Wert haben. Es sollte nicht bloß schlecht und recht funktionalen Erfordernissen genügen, sondern „Grundstrukturen christlicher Vollendung“ in seinen Maßverhältnissen, der Abfolge der Räume, im Verhältnis der Teile zum Ganzen verdeutlichen, „Modell des pilgernden Volkes Gottes“ sein gemäß der Neuorientierung der Kirche nach dem zweiten Vatikanischen Konzil und durch seine weltzugewandte Struktur der ständigen Weiterbildung des Menschen dienen. Es sollte Zeichen dafür sein, dass „das Schöne eine Form des Wahren  ist und deshalb immer als eine Seite christlicher Verkündigung wirksam sein muss“ und dadurch eine wesentliche Bildungsfunktion besitzen. (Neuhardt 1976)