Suzanne Dixon, Dominik Huber, Martin Koch, Eli Kumpfhuber, Franz Scharinger

Suzanne Dixon


Suzanne Dixon wurde 1972 in Wien geboren und ist seit 2012 Teilnehmerin der künstlerischen Werkstätte "Flip-Flap" von Jugend am Werk. Nachdem sie zuvor ihre Kreativität auch in freien Stickbildern umgesetzt hatte, konzentriert sie sich in den letzten Jahren auf Malerei. In ihrer charakteristischen farbigen Punkt-Strich-Kombinationstechnik finden sich aber noch Spuren der früheren textilen Gestaltungsstruktur.
Inhaltlich interessiert sie sich vor allem für Einzelmotive aus Bildern der Kunst- und Kulturgeschichte, die sie in freiem, direktem Zugriff auf persönliche Art interpretiert und vielfach auch mit einer individuellen, kompositorisch genau dazu gesetzten Beschriftung versieht: Die Gesamtform bleibt durchwegs als Silhouette erkennbar, die Binnengestaltung wird jedoch stets - farblich und in der Formstruktur - variiert.
(Peter Assmann)

Dominik Huber

Dominik Huber wurde 1983 in Ried im Innkreis geboren und arbeitet seit 2003 in der Mal- und Zeichengruppe der dortigen Lebenshilfeeinrichtung. Seine Werke sind bereits mehrfach in Ausstellungen, auch international, präsentiert worden; 2006 ist er für den EUWARD, den Europäischen Kunstpreis für Malerei und Graphik von Künstlern mit geistiger Behinderung, nominiert worden.
Seine charakteristischen Bildkompositionen, zumeist mit Farbstiften auf Papier gestaltet, sind in architektonisch anmutenden Feldern komponiert und kombinieren durchwegs exakt gebaute horizontale und vertikale Streifenordnungen. In diesen Feldern ordnet er Gebäudeelemente, Schriftzeichen, aber auch Menschenformen und verbindende Liniensysteme zu einem individuellen bildnerischen Spannungsfeld - zur Ansicht eines Weltbildes zwischen Ornamentik und Expression.
(Peter Assmann)

Martin Koch

Martin Koch wurde 1982 in Salzburg geboren und erfuhr bereits sehr früh vielfältige Förderung seines künstlerischen Talents; zweimal nahm er auch an der  Sommerakademie in Salzburg teil. Seit 2004 ist er beim Magistrat Salzburg angestellt und arbeitet vormittags als Kindergartenhelfer. Vom Land Salzburg wurden zuletzt sechs Gemälde von ihm angekauft.
Seine Bildwelten zeigen in dezidiert bunten Farbgestaltungen persönliche Erlebnisse und Interessen, aber auch spezifische Interpretationen der Medien(Bild)welt um ihn. Er verwendet unterschiedlichste Farbmaterialien - Acrylfarben, Buntstifte, Stofffarben, Farbkreiden - und Bildträger, manchmal collagiert er auch gefundene Bilder in seine Kompositionen. Der einheitliche Farbraum ist ihm eine Folie, auf die er seine Raum- und Personenkonstellationen in individuellen Beziehungsachsen, fast frei schwebend, setzt. Eine bemerkenswerte künstlerische Vielfalt, verbunden mit großer Freiheit der persönlichen Interpretation charakterisieren seine stets an der Farbe orientierten Bildwerke. 
(Peter Assmann)

Eli Kumpfhuber

Eli Kumpfhuber wurde 1971 in Ohlsdorf geboren und ist seit 1992 in der Kunstwerkstatt der Lebenshilfe Gmunden hauptberuflich künstlerisch tätig. Sie agiert außerdem im Atelier als Stellvertreterin der Leitung und seit April 2014 auch als Galeristin in der Gmundner Galerie Tacheles; seit 2015 ist sie zudem offizielles Künstlermitglied im Kunstforum Salzkammergut.
Sie nimmt die Impulse für ihre Malerei und Graphik immer aus ihrer direkten Lebensumgebung und arbeitet sehr spontan, zugleich auch sehr konsequent: Sie taucht gleichsam völlig in ihren künstlerischen Gestaltungsprozess mit seinen klaren individuellen Orientierungsentscheidungen ein. Ihre Bildkompositionen folgen stets einer inneren Ordnung im freien Wechsel von gegenständlichen Anklängen und abstrakter Formensprache. Speziell ihre souveräne Graphik ist bereits in vielen Ausstellungen präsentiert und vielfach angekauft worden.
(Peter Assmann)

Franz Scharinger

Franz Scharinger wurde 1991 in Wels geboren und arbeitet seit 2009 vormittags in der Siebdruckwerkstatt des Institutes Hartheim, wo er mehrere Stunden täglich zeichnet.
Hier gestaltet er durchwegs Menschenbilder, vorwiegend sind es Modelle aus Zeitschriften, die er mit Fineliner und Filzstiften fast immer auf A3-Papier neu inszeniert. Er gibt ihnen Namen, die er dem Telefonbuch entnimmt.
In dem Bildband "Franz Scharinger - Florina und andere Models" schreibt die Bildforscherin Reingard Klingler:
"Franz Scharinger verwendet für seine Zeichnungen alltägliche Bilder aus Zeitschriften, Modemagazinen und Zeitungen. Ausgehend von diesen Vorbildern erkundet er zeichnend die visuelle Topografie unserer medialen Alltagskultur. Wie ein Kartograf "erzeichnet" er mit dem Stift in der Hand in seinen Arbeiten die Landkarte des gemeinsamen kollektiven Gedächtnisses an medial vermittelten Bildern. Und erfindet eine neue Weltlandschaft."
(Peter Assmann)


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