Hermann Staudinger

Lichtland

Hermann Staudinger antwortet auf die Frage, wie er zur Kunst gekommen sei, mit dem Hinweis, dass er in der Kunst noch am meisten die Möglichkeit sah, sich den wirklich essenziellen Fragen zu stellen: Was macht uns Menschen aus? Wer sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir?

Was ist das: ein Mensch? Eine Seele? Wie kann es sein, dass jeder für sich der Mittelpunkt der Welt ist - und die Welt ein Zentrum in sich darstellt?
Diese Fragen sieht er hinführend in eine Welt der Spiritualität, des Glaubens und des Spiels, der ungebundenen fraglosen Schönheit und des einfachen Daseins.

Dementsprechend führt seine Kunst in eine tiefere Wirklichkeit. Dieser Tiefgang und diese Ahnung nimmt in seinen Bildern Gestalt an. So verwundert es auch nicht, dass Hermann Staudinger oft Blattgold verwendet, ein Material, das in der Kunstgeschichte immer wieder für das Licht und die Berührung mit dem Übersinnlichen stand. Diese Berührung steht auch am Anfang der Themenfindung des Künstlers und mit seinem Werk reicht er uns diese Berührung mit Vertrautem und Neuem weiter. Die bearbeiteten Themen reichen von Landschaften und  Stadtaufnahmen über Zeitungsausschnitte bis zu Mondlichtzeichnungen.


Hermann Staudinger sieht sich als Künstler auch im Feld der Spiritualität, welches er mit einem Verweis auf die Literatin Marlen Haushofer ausdrückt, wenn die davon spricht, dass ein großer, ruhiger Herzschlag alles bewegt. Diesem Schlag nachzuspüren, damit beschäftigen sich die Arbeiten von Hermann Staudinger und laden ein, beim Betrachten der Bilder dem großen, aber auch dem eigenen Herzschlag auf die Spur zu kommen. Hubert Nitsch


Hermann Staudinger:
geboren 1963 in Schwanenstadt, OÖ;
Sommerakademie Salzburg 1986 bei Prof. Oswald Oberhuber;
Studium auf der Universität für angewandte Kunst Wien von 1986 bis 1992
bei Prof. Ernst Caramelle;
Zen-Meditation seit 1994;
Freischaffend seit 1996;
Ausstellungen national und international;
Kunst am Bau Interventionen österreichweit;
Lebt und arbeitet in Wien;


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