Alfred Haberpointner

„Reibung“, 2007, Büttenpapier, Pigment 160x125 cm

Reibungen
Im Kunstraum des Bildungszentrums zeigt Haberpointner Reibungen. Reibungen sind Papierarbeiten, welche unter Einsatz von Wasser und fallweise Farbe vom Künstler in einem aufwändigen Prozess erarbeitet werden. Durch Reiben mit der Hand auf der Oberfläche des Papiers verändert sich der Zustand desselben. Die Zweidimensionalität wird durch die Bearbeitung in eine dritte Dimension geführt. Dadurch entstehen plastische Arbeiten, die ebenso als Transformation durch Energie- und Materialeinsatz zu lesen sind. Keine Energie verpufft. Alles, was wir einsetzen zieht Veränderung nach sich. Die Reibungen werden somit zum Sinnbild und möglichen Auftrag, mit diesem Bewusstsein auch an unsere Leben heranzugehen. Alles, was wir an Energie und Materie einsetzen, wird Veränderung nach sich ziehen.


Herkules friends II
Parallel dazu war 2007 in der Kollegienkirche eine vom Künstler für dort erarbeitete Werkgruppe mit dem Titel Herkules friends II zu sehen: Ein Haken und Gewichte. Alles übersät mit Reißzwecken, welche den Namen Herkules tragen. Die Kollegienkirche als sakraler Ort bekommt damit zusätzlich Gewicht und wird um eine Qualität bereichert, welche einen Beitrag zur aktuellen Diskussion um die Transzendenz zeitgenössischer Kunst leistet.

Kunst eröffnet, wie Religion auch, neue Räume/Metaebenen und ist damit, wie Religion auch, unverzichtbar in der Gesellschaft.

Die Installation Herkules friends II ist eine Zusammenarbeit vom Kunstraum St. Virgil mit KUNSTforum kollegienKIRCHE und Mario Mauroner Contemporary Art MAM

Herkules friends II und Reibungen haben mit personalen Erfahrungen und existenziellen Fragestellungen von uns Menschen zu tun, welche in Verbindung mit Lebensverdichtung und Lebenserweiterung zu sehen sind.

Hubert Nitsch, Kurator Kunstraum St. Virgil

Geboren 1966 in Salzburg lebt in Linz und weist eine internationale Ausstellungstätigkeit auf 


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