Adelheid Rumetshofer

middle deep blues; 100 × 90 cm, Öl auf Leinwand, I-2019; © Adelheid Rumetshofer

12.09 BIS 13.11.2019
floatings


schweben und fließen

 

schweben oder fließen

raum und bewegung

raum und zeit

von ort zu ort

in raum und zeit

bewegung und stillstand

fließen und schweben

woher komme ich?

wohin gehe ich?

leben und sterben

denken und fühlen

licht und dunkel

begrenztes und grenzenloses

fließendes und schwebendes

sichtbares und verborgenes

mensch sein


Adelheid Rumetshofer rückt im großen Werkzyklus „Floatings“ die Farbe ins Zentrum und verfolgt die Absicht Räume der Ruhe zu schaffen. Beinah entmaterialisiert anmutende, oszillierende Farbfelder ermöglichen ungeahnte Farb- und Bildraumwahrnehmungen und erwecken den Anschein des Schwebens. Die Gemälde, die sich in ihrer instabilen Präsenz bei der Betrachtung in steter Veränderung zu befinden scheinen, berühren gleichermaßen

durch Stärke und Zartheit und sind eine Einladung zum Verweilen - die Kraft der Stille zu spüren und über die Tiefe des Bildes in einen Dialog mit sich selbst zu treten.

In der Ausstellung im Kunstraum St. Virgil sind eine Auswahl von Arbeiten aus den Jahren 2016 bis 2019 zu sehen.


Adelheid Rumetshofer studierte Malerei und Grafik an der Kunstuniversität Linz. Seit ihrem Diplom 2003 lebt und arbeitet sie als Kunstschaffende in Linz. Ihre Arbeiten sind regelmäßig in Ausstellungen zu sehen.



„Bin ich geborgen oder werde ich verwiesen in diesen Bildern, die als undeutlich, konturlos, wolkig, verschwommen

beschrieben werden? Wird mir dort der Boden unter den Füßen entzogen, wo als letzte Verankerung im Gewisslichen

das Horizontale in die Vertikale greift, das Helle und Dunkle in Abhängigkeit einander durchdringen, der

Farbauftrag fast alles Richtungsweisende im Lichtraum, der die Welt er- und umfasst, auflöst. Entferne ich mich.

Oder komme ich an? Irgendwo. Wo ich noch niemals war. Daheim? Verführt zur unverstellten Realität? Sie sind also

geblieben die Fragen, woher ich komme, wohin ich gehe. Welchen Weg ich nehme – und bin dabei vielleicht doch

wieder auf der Suche nach dem Bild im Bild.“

(Wolfgang M. Reiter, Leiter der Galerie Forum Wels)