Kardinal König Kunstpreis

Preisträgerin 2019 Angelika Loderer mit Erzbischof Franz Lackner

Preisträgerin 2017 Kerstin von Gabain mit Erzbischof Franz Lackner

Preisträgerin 2015 Julia Haller mit Erzbischof Franz Lackner

Preisträgerin 2013 Kathi Hofer mit Erzbischof Alois Kothgasser, (C) Erzdiözese Salzburg

Preisträger 2011 Christian Mayer mit Prälat Neuhardt

Kardinal König Kunstpreis

Die Begegnung von Künstlerinnen und Künstlern mit der römisch-katholischen Kirche zu fördern, war ausdrückliches Anliegen Franz Kardinal Königs, dieses großen österreichischen Kirchenmannes und Brückenbauers. 

Alle zwei Jahre wird seit 2005 der nach Kardinal König benannte Kunstpreis im Rahmen eines großen Festaktes an eine Künstlerin / einen Künstler verliehen. Ausgezeichnet wird ein Werk, das eine für den zeitgenössischen künstlerischen und gesellschaftlichen Diskurs wichtige Position darstellt. 

Mit der Vergabe des mit € 11.000,- dotierten Kunstpreises setzt die Salzburger Erzdiözese eine wesentliche und nachhaltige Initiative zur Förderung der künstlerischen Produktion hierzulande und schafft eine neue Plattform für den Austausch zwischen Kunst und Kirche. 


"Die Kirche muss in einer Zeit, in der sie nur mehr rudimentär als Auftraggeberin für Kunst auftritt, umso mehr zeigen, dass sie den Blick auf die autonom gewordene Kunst nicht aufgeben kann und will", meinte Erzbischof Alois Kothgasser zur Errichtung des Kardinal-König-Kunstfonds im Herbst 2004 in St. Virgil Salzburg.


Aus den 20 nominierten Künstler/innen ermittelte 2019 die Jury einstimmig Angelika Loderer als Preisträgerin. Loderer, 1984 in Feldbach/Stmk. geboren, erweitert spielerisch den traditionellen Skulpturenbegriff. Sie findet innovative Ansätze, erforscht Form und Raum. Neben klassischen Bildhauermaterialien wie Bronze verwendet sie auch ungewöhnliche Werkstoffe wie Gusssand oder Wachs.

 

Viele ihrer Arbeiten oszillieren zwischen Fluidität und Beständigkeit oder negativem und positivem Raum. Gleichzeitig greift Loderer den jahrhundertealten Konflikt zwischen Natur und künstlerischem Schaffen auf.

In Zeiten, die im Zeichen der Bedrohung unseres Umraums, der Natur und der Klimasituation stehen, hat eine künstlerische Position, die sich diesen Themen widmet, besondere Brisanz. Angelika Loderer schafft in ihren Arbeiten Sichtbarkeit: indem sie Spechthöhlen in Bronze gießt und so einen negativen Raum in eine greifbare Form verwandelt, oder indem sie gefrorenes Wasser abformt, das im Moment der Berührung zu schmelzen beginnt und seinen Aggregatszustand ändert.

 

Angelika Loderer, geb. 1984 in Feldbach/Stmk., studierte an der Universität für angewandte Kunst in Wien, am Wimbledon College of Arts in London und am Hendrix College in den USA. Sie arbeitet vor allem im Bereich der Skulptur. Sie hatte Soloausstellungen in der Secession in Wien, im Grazer, Salzburger und Dortmunder Kunstverein und 2019 in den namhaften Gruppenausstellungen „all natural“ im Museum der Moderne Salzburg sowie „über das Neue“ im Belvedere 21 und im Kunstraum Innsbruck. 2016 wurde ihr der neu gegründete Dagmar Chobot Skulpturenpreis verliehen.

Angelika Loderer lebt und arbeitet in Wien.


Weitere Preisträger/innen:

  • 2017 Kerstin von Gabain
  • 2015 Julia Haller
  • 2013 Kathi Hofer
  • 2011 Christian Mayer 
  • 2009 Marko Lulic
  • 2007 Künstlerduo Nicole Six und Paul Petritsch
  • 2005 Hans Schabus

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