St. Virgil Bildung Veranstaltungen – Lebenswege
Margrit Stamm,Andreas Oshowski,Martin Verlinden

Vater sein 2020

Fachtagung

Di. 24.03.2019, 09.00 bis 17.00 Uhr

In der Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stehen Familien nach wie vor großen Herausforderungen gegenüber. Lange Zeit galt die Aufmerksamkeit den Müttern und ihren Möglichkeiten, Familie und Beruf gut zu vereinen. Nun treten Väter als Zielgruppe immer mehr in den Mittelpunkt. Sie definieren sich anders als jede Generation zuvor: sie engagieren sich in der Familie, was mehr und mehr – zusätzlich zur beruflichen Karriere – zu einer normativen Leitvorstellung wird. Väter stehen vor neuen Herausforderungen und Spannungsfeldern, viele Erwartungen an die Vaterrolle werden geweckt: den Kindern werden vielfältige Bindungserfahrungen ermöglicht, den Müttern mehr Freiraum für ihre Karriere gegeben, und Väter könnten doch so optimal ihr volles Potenzial entfalten. Ist es wirklich so einfach?

Viele Väter fühlen sich überlastet und mit Ansprüchen konfrontiert, die ein „immer zu wenig“ mit sich bringen: zu wenig Mithilfe im Haushalt, zu wenig Unterstützung der berufstätigen Partnerin, zu wenig Zeit für die Kinder. Ein individuelles Problem? Ein strukturelles Problem? Eine politische Aufgabe?

Die Art und Weise, wie Väter in ihren eigenen Vorstellungen begleitet und unterstützt werden, braucht eine neue Gewichtung.

Die Fachtagung geht dabei folgenden Fragen nach:
• Wie kann eine Top-Down-Strategie zur Aufwertung der Väterarbeit in den Leitlinien von Politik, Jugendhilfe, Medizin und Personalpolitik der Unternehmen aussehen?
• Wie kann eine vätersensible Betriebskultur entwickelt werden, wenn es um die Vereinbarkeit von individuellen Ansprüchen, Familie und Beruf geht?
• Welche Ansätze gibt es für die Gestaltung des betrieblichen Alltags (Arbeitszeitmodelle u. a.), der Vätern die Möglichkeit gibt, ihre jeweils individuelle Verantwortung in der Familie zu übernehmen?
• Wie können Väter darin unterstützt werden, ein langfristiges Engagement zu entwickeln? Wie kann eine gute Bindung über die Lebensphasen erreicht werden?
• Handlungsfeld Väterarbeit – wie können Väter mit Angeboten in ihrer Erziehungsverantwortung unterstützt werden?
• Wie kann rassismuskritische und migrationssensible Väterarbeit mitgedacht werden, welche Ansätze gibt es?

Väterarbeit ist notwendiger Bestandteil einer zukunftsorientierten Familienförderung. Die Tagung richtet sich an:
Fachkräfte aus Kinder- und Jugendhilfe, Bildung, Beratung, Gesundheitswesen, Seelsorge, Arbeitswelt und Väter-Initiativen.

In Arbeitskreisen werden sich Fachkräfte mit folgenden Aspekten auseinandersetzen:

- Väter im Spannungsfeld von Familie und Beruf
- Wenn Gewalt im Spiel ist
- Neue Väter – Freiheit und Verantwortung
- Rassismuskritische und migrationssensible Väterarbeit
- Väter fallen nicht vom Himmel – eine dynamische Reise vom Mann zum Vater
- Aktuelle Bindungsforschung zur Bedeutung von Vätern

Referierende u.a.:
Volker Baisch
Dipl. Sozialwirt; Gründer und Geschäftsführer der Väter gGmbH in Hamburg
Harald Burgauner
Mag. phil., Leiter der Beratungsstelle MännerWelten,
Beratung, Coaching, Salzburg
Julia Quehenberger
Dipl.-Psychologin, systemische Familientherapeutin, Bindungsforscherin, Zürich
Margrit Stamm
Direktorin des Forschungsinstituts Swiss Education
Professorin em. für Pädagogische Psychologie und Erziehungswissenschaft an der Universität Fribourg, Zürich
Michael Tunc
Lehrgebiete in Migrationssozialarbeit, Migration/Interkulturalität und diversitätsbewusste, rassismuskritische Soziale Arbeit, Bergisch Gladbach
Martin Verlinden
Diplompsychologe, Experte in Männer-Väter-Themen in Pädagogik, Familienbildung und Beratung, Bonn

Kooperation mit dem Land Salzburg, Referat 2/01: Kinderbetreuung, Elementarbildung, Familien




Kooperation mit Land Salzburg, Referat 2/01: Kinderbetreuung, Elementarbildung, Familien
Veranstaltungsnr. Beginn Ende ReferentInnen Format Beitrag Max. Pers.
20-0587 24.03.2020
09:00
24.03.2020
17:00
Margrit Stamm,Andreas Oshowski,Martin Verlinden Tagung 50,00 € 100