Inge Dick

02.02.2021 bis 18.06.2021

Inge Dick ist eine gute Beobachterin und ihre Form der Wahrnehmung der Welt ist eine Anforderung an die Betrachterinnen und Betrachter, die ungemein sensibilisiert.
In ihren frühen Zeichnungen aus den Sechzigerjahren hielt Inge Dick das Leben am Wiener Naschmarkt fest, in dessen Nähe sie damals wohnte und den sie kontinuierlich aufs Papier brachte. Diese Zeichnungen, die in ihrer Reduziertheit eine Fülle an Gedanken anstoßen, sind eine Wahrnehmung der Welt und ein sensibles Hineinführen in diese.
In ihren Fotografien geht sie der Farbe des Lichts nach. Das Licht trägt viele Farben in sich, welche zu den verschiedenen Tageszeiten auch verschiedene Wahrnehmungen und Stimmungen mit sich bringen. Inge Dick dokumentiert diese Farben des Lichts und gewinnt damit Farbabfolgen, die nicht nur die Vergänglichkeit der Zeit abbilden, sondern auch eine neue Sicht auf unsere Welt ermöglichen
Inge Dick ist auch bekannt für ihre Gestaltung von Sakralräumen und Fenstern. In St. Virgil gestaltete sie den Meditationsraum, in dem eine zweiteilige Ölmalerei angebracht ist. Wenn der Mensch zur Ruhe kommt, öffnet sich ihm der Blick auf eine leise färbige Ölmalerei in feinen Nuancen, die auf den ersten Blick nicht wahrnehmbar ist. Was dem schnellen Blick verwehrt ist, kann mit Ruhe und Betrachtung erreicht werden.
Inge Dick ist eine Künstlerin, die mit ihren Bildern zu unserer Lebenshaltung und Weltwahrnehmung beiträgt. Hubert Nitsch

Inge Dick wurde 1941 in Wien geboren. Sie lebt und arbeitet in Innerschwand am Mondsee.
Ihre Arbeiten sind in internationalen Ausstellungen zu sehen. Außerdem schuf sie Kunstwerke für den öffentlichen Raum und für Sakralräume.

KUNSTGESPRÄCH
Gerda Ridler, Kunsthistorikerin, Kulturmanagerin, Salzburg und
Hubert Nitsch, Kurator Kunstraum St. Virgil
im Gespräch mit der Künstlerin
Termin wird bekannt gegeben.
Veranstaltungsnr. Beginn Ende ReferentInnen Format Beitrag Max. Pers.
20-1327 02.02.2021
09:00
18.06.2021
22:00
ohne Zuordnung 0