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Zwischen Pietät und Modernität

Veranstaltungsnr.:11-0576
Beginn:11.10.11, 11:00
Ende:12.10.11, 16:30
Typ:4. Tagung zu Bestattungskultur
Beitrag:60,00
Max. TeilnehmerInnen:180
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Detailprospekt zur Tagung 641 KB
Die Veränderungen, die aktuell in der Bestattungskultur sichtbar werden, spiegeln Veränderungen wider, die in unserer Gesellschaft vor sich gehen: Familienstrukturen werden instabiler und damit vielfältiger, religiöse Bindungen nehmen ab, die Menschen sind mobiler, die Lebenskonzepte werden immer individueller. Darin löst sich Halt Gebendes zunehmend auf, der gesellschaftlich übliche Umgang mit der eigenen Endlichkeit trägt im Trauerfall nicht mehr, Rituale werden zur Privatsache.

"Zwischen Pietät und Modernität" bewegen sich BestatterInnen und SeelsorgerInnen, Trauerredner und Ritualbegleiterinnen, wenn sie Angehörige von Verstorbenen in deren besonderer Lebenssituation ernst nehmen. Vielleicht sind diese Menschen gut vorbereitet in diese Situation gegangen, vielleicht wurde ihr Leben durch den Todesfall aber auch von heute auf morgen völlig verändert?
Als SeelsorgerIn und als BestatterIn begegnen Sie Menschen mit einem großen Bedürfnis nach Begleitung in den unterschiedlichsten Abschieds- und Trauersituationen. Sie sind mit Wünschen der individuellen Gestaltung von Trauerfeiern konfrontiert. Gerade in damatischen Todesfällen müssen professionelle Entscheidungen getroffen werden, die dem Trauervorgang hilfreich oder hinderlich sein können.

Daher erörtern die ReferentInnen der Tagung das Tragende an Ritualen, stellen die zunehmend vermehrt in Anspruch genommene Thanatopraxie näher vor und vergleichen die gesetzlichen Vorgaben der österreichischen Bundesländer zur Bestattungspraxis.
Die Arbeitskreise vertiefen die Hauptthemen und nehmen noch einmal besonders die Angehörigen in den Blick. Es werden Fragen rund um die Trauer und Trauerbegleitung von sehr alten oder dementen Menschen, von Jugendlichen und Kindern sowie von trauernden Eltern bearbeitet. Die Arbeitskreise stellen sich auch der aktuellen Diskussion über Urnenbeisetzungen und der Entwicklung der Trauerseelsorge im Internet. Zudem bieten sie Raum für die persönliche Auseinandersetzung mit den Herausforderungen, die aus der Arbeit im Bestattungswesen erwachsen.
Der Tagungsabend nimmt die eingangs geschilderten Veränderungsprozesse in den Blick: An konkreten Bildern von Gräbern und Friedhöfen sind die Wandlungen der Gesellschaft festzumachen.

Die breite Trägerschaft der Tagung bietet die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, miteinander ins Gespräch zu kommen und Bestattungskultur sinnvoll weiterzuentwickeln.

ReferentInnen u. a.:
Univ.-Prof. Dr. Friedrich Anderhuber, Graz
Dr.in Christiane Bundschuh-Schramm, Rottenburg-Stuttgart
Mag. theol. et Mag. lic. phil. Johann Gutschi, Eugendorf
Mag. Jürgen Sild, Wien

Beitrag: € 60,-

Anmeldung erforderlich.

Gemeinsame Veranstaltung mit Bundesverband der Bestatter Österreichs, Arbeitsgemeinschaft der Österreichischen Seelsorge- und Pastoralämter, Evangelische Kirche und Evangelisches Bildungswerk Salzburg

Dienstag, 11. Oktober, 11.00 bis 21.00 und
Mittwoch, 12. Oktober 2011, 9.00 bis 16.30 Uhr
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