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Auf dem Weg zur DienstbotInnenengesellschaft?

Prekäre Zeiten - prekäre Verhältnisse

Veranstaltungsnr.:10-0847
Beginn:28.04.10, 10:00
Ende:29.04.10, 13:00
Typ:Tagung
Beitrag:55,00
Max. TeilnehmerInnen:150
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Prekäre Zeiten - prekäre Verhältnisse

Blättert man heute durch die Stellenanzeigen in Zeitungen oder surft im Internet, ist man verwundert, wie viele KinderbetreuerInnen, Haushaltshilfen, Reinigungskräfte, ja sogar Butler gesucht werden. SoziologInnen und ÖkonomInnen warnen vor der Entwicklung hin zu einer neuen Dienstbotengesellschaft - einer Entwicklung zurück in das 19. Jahrhundert mit neuerlichen Verschlechterungen für die am Arbeitsmarkt ohnehin schon benachteiligten Frauen.

Weltweit lässt sich eine zunehmende Auslagerung von haushaltsnahen Dienstleistungen an MigrantInnen, StudentInnen und schlecht ausgebildete Personen erkennen. Einen Großteil dieser Gruppen stellen Frauen dar. Durch diese Auslagerung setzt sich die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung im Haushalt fort, und es entstehen neue Ungleichheiten unter Frauen, die entlang von Einkommen, Ausbildung, Ethnizität und Nationalität verlaufen.

Diese Tagung nimmt sich der aktuellen Veränderung am Arbeitsmarkt an. Der Fokus liegt hierbei auf der Auslagerung von familien- und haushaltsnahen Dienstleistungen, die aus Sicht der ArbeitnehmerInnen und derer, die solche Dienstleistungen in Anspruch nehmen, diskutiert werden:
Welche Arbeitsbereiche können ohne Qualitätsverlust und in welcher Form aus den Familien ausgelagert werden, welche nicht?
Welche Versorgungsleistungen sind Aufgabe des Staates und sollen nicht privatisiert/ökonomisiert werden?
Inwieweit soll Care-Arbeit als öffentliche Aufgabe anerkannt werden und marktförmig finanziert und organisiert werden?
Wie ist eine sozialrechtliche Absicherung der (Arbeits-)MigrantInnen von prekären Verhältnissen möglich?
Wie ist eine Auslagerung von Care-Arbeit möglich, ohne dabei Migrantinnen auszubeuten?
Die Tagung richtet sich an Personen, die sich aus privatem oder beruflichem Interesse mit oben genannten Fragen auseinandersetzen möchten. Es werden sich fachkundige Vorträge von ExpertInnen mit einer Methode der Aufstellung und Diskussionsrunden unter den TeilnehmerInnen abwechseln.

ReferentInnen u. a.:
Mascha Mödorin
lic. rer. pol. Ökonomin, Münchenstein (Schweiz)
Mag.ª Bettina Haidinger
Studium der Ökonomie, Politikwissenschaft und Ethnologie in Wien
Mag. Christian Felber
Studium von Romanischer Philologie/Spanisch, Politikwissenschaft - Psychologie - Soziologie, Mitbegründer und Mitarbeiter von Attac Österreich, Salzburg
Ao. Univ.Prof.in Mag.a Dr.in Luise Gubitzer
Ökonomin, Institut für Institutionelle & Hererodoxe Ökonomie, Wirtschaftsuniversität Wien

Beitrag: € 55,-
Studierende und SchülerInnen: € 15,-

Anmeldung erforderlich!

VeranstalterInnen:
Frauenservicestelle "Frau und Arbeit", Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, Stabstelle für Frauenfragen und Chancengleichheit Land Salzburg, Frauenbüro der Stadt Salzburg, Arbeiterkammer Salzburg und betrifft: frauen (St. Virgil Salzburg und Katholisches Bildungswerk Salzburg)

Mittwoch, 28. April, 10.00 bis
Donnerstag, 29. April 2010, 13.00 Uhr
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St. Virgil