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Keiner fällt durchs Netz

Frühe Hilfen für Babys, Kleinkinder und Familien

Veranstaltungsnr.:10-0486
Beginn:02.02.10, 09:00
Ende:02.02.10, 17:00
ReferentInnen:Mag. Ulrike Kendlbacher
Typ:Tagung
Beitrag:40,00
Max. TeilnehmerInnen:180
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Detailprogramm 122 KB
Junge Kinder brauchen ständige Zuwendung und Fürsorge. Sie prägen den Tagesablauf ihrer Eltern immer wieder neu. Wenn noch berufliche oder private Anforderungen hinzukommen, stoßen Familien mit der Gestaltung und Bewältigung ihres Alltags rasch an Grenzen und suchen nach Orientierung.

Frühe Hilfen in Form eines regionalen, koordinierten Netzes an Angeboten leisten neben alltagspraktischer Unterstützung insbesondere einen Beitrag zur Förderung der Beziehungs- und Erziehungskompetenz von (werdenden) Müttern und Vätern. Damit tragen sie maßgeblich zum gelungenen Aufwachsen von Kindern bei: zum Aufbau einer feinfühligen Interaktion zwischen Eltern und Kind, die die Basis bildet für eine sichere Bindung. Diese wiederum ist die Grundlage für die Entfaltung der psychischen, motorischen, kognitiven und emotionalen Potenziale eines Kindes.

Frühe Hilfen basieren vor allem auf multiprofessioneller Kooperation, beziehen aber auch bürgerschaftliches Engagement und die Stärkung sozialer Netzwerke von Familien mit ein.

Bei der Tagung werden folgende Themen angesprochen:
Welche Familien und Kinder brauchen in besonderer Weise Hilfestellung, um die Anforderungen gut zu meistern?
Wie kann man Stigmatisierung von Familien in schwierigen Lebenslagen durch Frühe Hilfen vermeiden?
Was motiviert Eltern zur Annahme von Hilfen, was hindert sie daran?
Welche Hilfen haben sich bewährt?
Warum ist es sowohl aus entwicklungspsychologischer als auch aus gesellschaftspolitischer Sicht so wichtig, möglichst früh im Leben von Kindern mit Unterstützungsangeboten für Familien anzusetzen?
Wie können Fachkräfte unterschiedlicher Arbeitsfelder und Institutionen gut zusammenarbeiten?

Es werden unterschiedliche Projekte vorgestellt, deren Arbeit auf Respekt und Wertschätzung für die unterschiedlichen (kulturellen) Lebenswelten und Lebensentwürfe der Menschen basiert.

Die Tagung bietet einen Kommunikationsraum, um Theorie und Praxis gelingender Früher Hilfen für Familien aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu diskutieren.

Zielgruppen:
MitarbeiterInnen von Familienberatungsstellen, (Kinder-)ÄrztInnen, Hebammen, Still- und Laktationsberaterinnen, Kinder- und Jugendanwälte, ElternbildnerInnen, KindergartenpädagogInnen, TherapeutInnen, PsychologInnen, SozialarbeiterInnen, PolitikerInnen, Familienbeauftragte in den Gemeinden, Mitglieder von Familienausschüssen in den Pfarren, Eltern und Interessierte

ReferentInnen:
Prof. Dr. Manfred Cierpka
Arzt für Psychiatrie, FA für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalytiker und Familientherapeut; seit 1998 Ärztlicher Direktor des Instituts für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie am Universitätsklinikum Heidelberg

Dr. Matthias Franz
Professor für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Düsseldorf

Astrid Gilles-Bacciu
Referat Bildungskonzeption, Abteilung Bildung und Dialog, Erzbistum Köln

Mag.a Anja Hagenauer
Integrationsbüro Stadt Salzburg

Dr. Hendrik Karpinski
Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Klinikum Niederlausitz

Dipl. Psych.in Alexandra Sann
Familienpsychologin mit Schwerpunkt familiäre Prävention und Evaluationsforschung; seit 2007 wiss. Referentin des Deutschen Jugendinstituts im nationalen Zentrum Frühe Hilfen, München

Andrea Schermann
Referat Kindergärten, Horte und Tagesbetreuung des Landes Salzburg

Dipl. Psych.in Dr.in Kathrin Thrum
Projekt Frühe Förderung in der Familie, Deutsches Jugendinstitut München

Beitrag: € 40,- inkl. Mittagsbuffet und zwei Kaffeepausen

Anmeldung erforderlich!

Gemeinsame Veranstaltung mit dem Referat für Familienangelegenheiten und Generationen des Landes Salzburg sowie dem Fachreferat Integration des Landes Salzburg

Dienstag, 2. Februar 2010, 9.00 bis 17.00 Uhr
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