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Altern in Europa

Veranstaltungsnr.:10-0378
Beginn:18.02.10, 10:30
Ende:19.02.10, 13:00
Typ:Ethik:Rat öffentlich
Beitrag:75,00
Max. TeilnehmerInnen:100
"Mancher fürchtet das Alter mehr als den Tod", stellte Simone de Beauvoir fest, und damit mag sie wohl Recht haben. Sie beschrieb damals schon ein Phänomen, das für uns heute sehr aktuell ist. Eine kapitalistische Gesellschaft, für die Menschen Humankapital geworden sind, sieht alte Menschen, ohne Kauf- oder Arbeitskraft, als nutzlos für das System. Diese Debatte gewinnt nicht nur gesundheitsmedizinisch, sondern auch sozialethisch an Brisanz, wenn sich folgende Fragen stellen:

- Wie ist Altern in Würde angesichts klassischer "Alterskrankheiten" (Alzheimer, Demenz, Parkinson, Schlaganfall und neuropathischer Schmerz) möglich?
- Welche Chancen gibt es für einen verteilungsgerechten Einsatz knapper Gesundheitsressourcen angesichts der demografischen Entwicklung?
- Welche Leistungen müssen allen Menschen unbeschadet des Alters zugänglich sein und von der Solidargemeinschaft in jedem Fall finanziert werden?
- Welche Strategien zum "successful ageing" werden entwickelt und diskutiert?
- Wie wird der gesellschaftliche und politische Diskurs über Altern und Alter gestaltet?
- Welche Vorgehensweisen im Umgang mit Altern lassen sich im europäischen Vergleich feststellen, welche "good practices" können genannt werden?

Die Tagung, die sich auch als Ergänzungsveranstaltung zur internationalen Tagung der Bioethikkommission des BKA vom Oktober 2007 versteht, wird als "Ethik:Rat öffentlich" im Februar 2010 in Salzburg stattfinden. Dieses Forum bemüht sich um eine Vermittlung ethischer Fachdebatten an die Öffentlichkeit und greift auf ein Netzwerk von Fachleuten, MultiplikatorInnen und spezifisch Betroffenen zurück.

Beitrag: € 75,-
€ 35,- für SchülerInnen und Studierende bis zum 26. Lebensjahr

Anmeldung erforderlich!

Gemeinsame Veranstaltung mit:
Katholische Aktion Österreich
Salzburg Ethik Initiative
Bioethikkommission des Bundeskanzleramtes

Gefördert durch:
Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

Donnerstag, 18. Februar, 10.30 bis
Freitag, 19. Februar 2010, 13.00 Uhr

Tagungsablauf:

Donnerstag, 18. Februar 2010
10.00 Uhr Check-In

10.30 bis 10.45 Uhr Begrüßung und Eröffnung der Tagung

10.45 bis 12.00 Uhr
Altern in Europa
Prof. Dr. Andreas Kruse, Direktor des Instituts für Gerontologie, Heidelberg
Moderation: Mag. Jakob Reichenberger, Studienleiter St. Virgil Salzburg

12.00 bis 13.30 Uhr Mittagspause

13.30 bis 14.45 Uhr
Würdevolles Altern
- Verstärktes Auftreten von "klassischen" Alterskrankheiten: Was tun?
DGKS Angelika Feichtner, akad. Palliativexpertin, Pflegedienstleiterin Soziales Kompetenzzentrum Rum
- Die Solidargemeinschaft: Welche Leistungen müssen allen Menschen unbeschadet ihres Alters zugänglich sein?
Univ.-Prof. Clemens Sedmak, Präsident der Salzburg Ethik Initiative und des Internationalen Forschungszentrums, Salzburg
2 Kurzstatements à 30 Min, im Anschluss Diskussion
Moderation: Mag. Jakob Reichenberger, Studienleiter St. Virgil Salzburg

14.45 bis 15.15 Uhr Pause

15.15 bis 16.45 Uhr
Altern: Der europäische Vergleich
- Internationale Gesundheitspolitik und Gesundheitssysteme Nordeuropas
Dr. Uwe Preusker, Publizist, Vorstand von "Preusker Health Care Ltd OY" Vantaa/Finnland
- Bevölkerungsentwicklung Europas: Wie gehen die Länder mit dem demographischen Wandel um? Prof. Dr. Rainer Münz, Leiter Forschung und Entwicklung, Erste Group 
- Geschlechts- und genderspezifische Aspekte der medizinischen Versorgung im Alter: Univ.-Prof. Dr. Marianne Springer-Kremser, emeritierte Ordinaria der Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie; und Univ.-Doz. DDr. Barbara Maier, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Salzburg; beide: Mitglieder der Bioethikkommission des Bundeskanzleramtes.
3 Kurzstatements à 25 Min, im Anschluss Diskussion
Moderation: Dr.in Doris Wolfslehner, Leiterin der Geschäftsstelle der Bioethikkommission am Bundeskanzleramt

16.45 bis 17.15 UhrPause

17.15 bis 18.15 Uhr
Altern und Angst
Europa - Ein Land im Altersangstkomplex? Dr.in Herrad Schenk, Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, freie Schriftstellerin, Fernseh- und Rundfunkmoderatorin, Freiburg
Moderation (kath. Aktion)

18.15 bis 19.30 Uhr Abendessen

19.30 bis 20.30 Uhr
Altern und Literatur - ein Streifzug
Dr.in Christina Repolust, Germanistin, Leiterin des Referates für Bibliotheken und Leseförderung der Erzdiözese Salzburg, Autorin, Salzburg
Moderation: Dr. Luitgard Derschmidt 

Freitag, 19. Februar 2010

9.00 bis 10.00 Uhr
Altern und Technik
- Ethische Aspekte der Entwicklung und des Einsatzes Assistiver Technologien, Stellungnahme der Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt
Prof. Dr.in Ina Wagner, Mitglied der Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt, Institut für Gestaltungs- und Wirkungsforschung, Technischen Universität Wien
- Altern und neue Technologien
Dr.in Ulrike Bechtold, Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
2 Kurzstatements à 20 Min, im Anschluss Diskussion
Moderation: Dr.in Christiane Druml, Vorsitzende der Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt

10.00 bis 10.45 Uhr
Eine europäische Theologie des Alterns
Dr. Andreas Wittrahm, Diplompsychologe und Diplomtheologe, Bereichsleiter für Facharbeit und Sozialpolitik beim Caritasverband für das Bistum Aachen.
Moderation: Mag. Jakob Reichenberger, Studienleiter St. Virgil Salzburg

10.45 bis 11.15 Uhr Pause

11.00 bis 12.30 Uhr Abschlusspodium
Eine europäische Kultur des Alterns
Rudolf Hundstorfer, Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
DGKS Angelika Feichtner, akad. Palliativexpertin, Pflegedienstleiterin Soziales Kompetenzzentrum Rum
Dr. Uwe Preusker, Publizist, Vorstand von "Preusker Health Care Ltd OY" Vantaa/Finnland
Moderation: Mag. Jakob Reichenberger, Studienleiter St. Virgil Salzburg
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